Back to the Basic Hans Kirschenhofer - Beratung - Training - Schulung
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Hans Kirschenhofer:

 

soziale Komponente im Unternehmen

 

Was bedeutet soziale Komponente? Aus meiner Sicht bedeutet das, dass alle in einem Unternehmen, oder in einer Gemeinschaft, für den Erfolg, das Wohl aller einstehen. Jeder kümmert sich, jeder übernimmt Verantwortung, jeder gibt sein Bestes.

 

Heute versteht man unter sozial eher die Hängematte in Hartz4, das Ausschöpfen aller Möglichkeiten bei allen Ämtern die für Soziales zuständig sind.

 

Doch diese Art der sozialen Bedienung war nie Gedanke, Grundlage der sozialen Bewegung in der Vergangenheit. Sinn und Zweck war ein anderer: nämlich die Unterstützung Bedürftiger, von Leuten, die sich aus eigener Kraft nicht selbst versorgen können. Der Grund spielt in diesem Fall keine Rolle. Die Gemeinschaft ist verpflichtet zu helfen. Und Sie tut es auch!

 

Nicht versorgen können ist der richtige Ansatz! Keine Lust, keinen Bock, mag nicht ist nicht Gedanke der gemeinschaftlichen Verpflichtung zu helfen, wo Not herrscht.

 

Aber was hat das mit einem Unternehmen zu tun? Die Ansätze passen auch da. Jeder gibt sein Bestes für den Erfolg der Firma und so für den Erfolg der Gemeinschaft. Das ist der Gedanke dahinter. Was ist Realität?

 

Oft wird dieser Ansatz nicht erfüllt. Egal wie hoch die Löhne sind, es ist immer zu wenig oder könnte wenigstens immer mehr sein. Unzufriedenheit macht sich, objektiv betrachtet grundlos breit, die Motivation geht in den Keller. Die Produktivität sinkt und die Fehlerquote steigt rapide an. Warum? Man hat keinen Erfolg! Egal wie gut man ist, es fehlt das Erfolgserlebnis! Sozial bleibt auf der Strecke, die Gemeinschaft verliert.

 

Es beginnt mit einem unzufriedenen Kollegen der andere ansteckt. Es wird mehr diskutiert als gearbeitet. Andere Kollegen können das ausgleichen, haben aber bald keine Lust mehr. Warum ich, wenn der nicht?

 

Langeweile, kein Erfolgserlebnis, sind oft die Ursachen für diese Einstellung. Das bedeutet nicht, dass man keinen Erfolg hat. Unterforderung und fehlender Wettbewerb sind einige der Ursachen für Frust im Beruf. Es gibt nichts zu gewinnen, außer dem Geld das mir zusteht und das ist sowieso immer zu wenig.

 

Sozial aus meiner Sicht ist, wenn die Kollegen im Unternehmen auf ihre Leistung stolz sein können. Wenn Sie durch das was sie tun Erfolg erfahren, sich selbst ein Erfolgserlebnis verschaffen können. Dazu gehört auch Anerkennung in jeglicher Form.

 

Anerkennung mit Hintergrund! Nur über die eigene Leistung zum Erfolg. Was bringt mir das, wenn Deutschland Weltmeister wird? Wenn Sebastian Vettel gewinnt? Es freut mich! Das war´s dann aber schon, mehr bringt mir das nicht, weil nicht ich persönlich gewonnen habe, sondern andere. Nur tatsächliche Leistung berechtigt zum Lob. Ein Kollege, der zehn Mal im Monat zu spät kommt, seine Fehlzeiten halbiert, hat kein Recht auf Anerkennung seiner Leistung. Die persönliche Produktivität von 70% auf 75% gesteigert, der Durchschnitt liegt bei 90%, die Besten sind bei 105%, da ist keine Anerkennung möglich!

 

Was ist nötig, um erfolgreich zu sein? Zum einen Auslastung! Das heißt, dass ich den ganzen Tag beschäftigt bin und mich meine Arbeit auch fordert. Dass ich mich beweisen kann mit guten Ergebnissen. Das funktioniert in (fast) allen Bereichen und Branchen.

 

Jetzt ist es Aufgabe der Führungskräfte für die nötige Beschäftigung zu sorgen. Die Weichen zu stellen für den Erfolg. Persönlich und in der Gruppe. Über den Erfolg der Mannschaft erfahren auch die Führungskräfte wie es ist Erfolg zu haben.

 

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Stimmung steigt. Das Klima wird besser. Sorgen verschwinden um den Arbeitsplatz und um die persönliche Zukunft. Es ist nicht gut, wenn ich für acht Stunden bezahlt werde und nur fünf beschäftigt bin. Und das auch noch sehr gemütlich. Es kommen Gedanken hoch wie das weiter geht, wie lange das funktioniert? Wenn ich den ganzen Tag sinnvoll beschäftigt bin, dann mache ich mir diese Gedanken nicht, muss ich nicht.

 

Regelmäßige Besprechungen über den Erfolg oder Misserfolg der Unternehmung helfen entweder die Ergebnisse zu verbessern oder auf hohem Niveau zu halten. Eine objektive Darstellung der Zahlen und Möglichkeiten in der Zukunft kommt besser an, als wenn Krisen beschönigt werden.

 

Achten Sie als Kollege oder Führungskraft darauf, dass jeder seine Aufgaben so gut wie möglich erfüllt. Persönliche Schwächen müssen erkannt und beachtet werden. Nicht jeder kann ein Weltmeister sein, aber jeder kann versuchen seine Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Im Durchschnitt wird es wieder passen.

 

Denken Sie daran, Erfolg macht erfolgreich!

 

Es ist nicht einfach, im Tagesgeschäft alle Probleme und Hindernisse zu erkennen. Vor allem fehlt oft die Zeit, um sich intensiv mit diesem wichtigen Bereich zu beschäftigen. Wie kommen wir aber auf den oben beschrieben Weg?

Das erfahren Sie von Hans Kirschenhofer, Unternehmensberater aus Regensburg/Thalmassing. Er beschäftigt sich schon immer mit Personalführung und Motivation und hat Konzepte, die, individuell angepasst an Ihr Unternehmen, deutlich bessere Ergebnisse und Zufriedenheit versprechen. Passt für alle Branchen und Betriebsgrößen.

 

Rufen Sie an oder senden Sie eine Mail! Ein erster Termin ist natürlich kostenlos.

 

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T.: 09453 / 999 44 06 – BttBTrainer@aol.com – www.Hans-Kirschenhofer-Beratung.de

 

 

 

 

 

 

 

Hans Kirschenhofer: rabattitis im automobilhandel! wer profitiert?

 

Nun geht es wieder los! Es gibt Rabatte ohne Ende und Zugaben, die nichts kosten. Es geht nicht los, das ist schon seit langer Zeit so. Es gab nur eine kurze Unterbrechung, Verschnaufpause durch die Abwrackprämie und die darauf folgende Sonderkonjunktur. Die Sonderkonjunktur aus dem Grund, weil die Kunden ohne Verschrottungsfahrzeug erst gar nicht bedient wurden und die Firmen wegen der Bankenkrise nicht investieren konnten, weil es eben eine Bankenkrise gab und die Geldhäuser keine Kredite vergaben.

 

Nun versucht man sein Heil wieder in immer höheren Rabatten und Sonderangeboten. Wohin das führt, kann man nicht nur bei Händlern und Werkstätten sehen, sondern auch bei Herstellern.

 

Unsere Autos werden sowieso immer billiger. Die Aktionen der Hersteller wechseln in immer kürzeren Intervallen. Wer heute einen Wagen mit kostenlosen Zugaben wie Klimaanlage, Navigationsgerät und 12% Rabatt kauft, kann sich morgen schon grün und blau ärgern, weil derselbe Anbieter plötzlich noch eine Standheizung kostenlos dazu liefert.

 

Eine feine Sache diese Preisentwicklung am deutschen Markt! Oder?

 

Wer profitiert von diesem Preisverfall, von diesem ruinösen Wettbewerb? Der Käufer, der Handel oder die Hersteller? Keiner! Alle verlieren! Das kann doch nicht sein, der Käufer profitiert doch von diesen Aktionen. Auf den ersten Blick schon. Bei genauerer Betrachtung verliert auch der Kunde. Sehen wir uns ein Beispiel an: Jemand kauft ein Fahrzeug mit der Mehrwertsteuer als Nachlass. So weit so gut. Sein Fahrzeug, das Vorgängermodell, zwei oder drei Jahre alt, möchte er in Zahlung geben. Das Angebot des Händlers für sein Auto gefällt ihm gar nicht. Nicht einmal 50% vom ehemaligen Neupreis laut Liste bietet der Händler. Das will er nicht akzeptieren, er versucht es auf dem Privatmarkt. Dasselbe Spiel, die Angebote sind nicht zu akzeptieren.

 

Was ist passiert? Der Preis für sein Fahrzeug ist bei nur noch 50% vom Listenpreis, das kann doch nicht sein? Der damalige Nachlass war auch schon im zweistelligen Bereich. Außerdem gab es vom Hersteller noch ein paar Zugaben kostenlos, das weiß auch der Markt und reagiert entsprechend. Die Preise fallen. Aber, obwohl das Auto sehr billig ist, gibt es wenig Nachfrage, keiner will ihn haben.

 

Es gibt noch ein anderes Problem am Gebrauchtwagenmarkt, die Werks.- Jahres.- und Mietwagen, die sehr jung und natürlich auch nach der „Geiz ist geil“ Formel auf den „gesättigten Markt“ drängen. Der Unterschied zu ihrem Fahrzeug ist nicht sehr groß, aber dieses Angebot ist jünger und hat noch Werksgarantie.

 

Die Differenz, Aufzahlung vom derzeitigen zum neuen Fahrzeug wird in etwa immer dieselbe sein. Oft merkt es der Kunde nicht, weil diese Differenz finanziert wird. € 20.- mehr in der monatlichen Belastung fallen nicht ins Gewicht.

 

Der Markt verliert insgesamt. Es ist nicht möglich, den Handel mit Neuwagen vom Gebrauchtwagen zu trennen. Das eine geht nicht ohne das andere. Je billiger die Neuwagen werden, um so billiger müssen auch die Gebrauchten werden. Wäre das nicht so, dann würden irgendwann die Gebrauchten teurer sein als die Neuen.

 

Keiner profitiert in diesem Fall, schon gar nicht der Kunde, vor allem aus dem Grund, weil die Hersteller die Aktionen finanzieren müssen. Das geht leider nicht mit Geschäften, die unter dem Strich ein Minus ausweisen. Also muss gespart werden. Wo? In der Produktion natürlich, beim Personal und beim Lieferanten. Geiz ist geil kommt auch hier zum Tragen. Das macht doch nichts, sollen die nur sparen, dann werden die Autos noch billiger. Die Autos können nicht billiger werden, weil sowieso nichts verdient wird. Die Qualität sinkt zwangsläufig. Wir sollten uns noch an den Lopez-Effekt erinnern. Erst bei Opel und dann bei VW. Ein Golf hatte plötzlich einen um 10 Meter längeren Bremsweg. Diese Sparmaßnahmen reichen nicht, also  geht es weiter. Dann kommen Aussagen der Hersteller, die Garantieleistung um 30% gesenkt zu haben. Der naive Autofahrer könnte denken, dass das aus einer Verbesserung der Qualität resultiert. Pustekuchen, die Garantie.- und Kulanzleistungen wurden gekürzt. Der defekte Anlasser im dritten Jahr bei 30.000 km wird nicht mehr erstattet, der muss jetzt vom Halter selbst bezahlt werden. So kommen die Hersteller zu dieser Aussage durch direkte Sparmaßnahmen beim Kunden. So unlogisch ist die Rechnung nicht, der Käufer kann ja die Ersparnis beim Kauf für die Reparatur einsetzen. War dann eben Pech!

 

Um die Produktionskosten weiter zu senken, muss wenigstens ein Teil der Produktion ins billige Ausland verlagert werden. Diese Maßnahme stört aber das Image der Hersteller, die von allen Seiten angegriffen werden, obwohl sie doch nur weiter die Preise senken, bzw. nicht erhöhen wollen. Sie meinen es gut und ernten Kritik. 

 

Aber der Handel profitiert! Das Autohaus um die Ecke lebt sehr gut mit diesen Aktionen. Sehr viele Unternehmen im Automobilhandel leben am Rande des Existenzminimums. Trotz oder wegen dieser Aktionen. Diese Abverkaufsoffensiven zahlt ja nicht der Hersteller allein, nein, der Handel muss sich beteiligen. Damit noch nicht genug. Der Kunde möchte noch mehr als die Aktion bietet. Da fordert er noch Zubehör extra ohne Aufpreis und der Gebrauchtwagenpreis muss natürlich deutlich über dem Wert der Liste sein. Beim Neuwagen nichts verdient, der Gebrauchte bringt auch nur Verluste und der Kunde ist trotzdem nicht zufrieden, wie die Umfragen deutlich zeigen.

 

Er muss das nicht machen, könnte man sagen. Natürlich muss er nicht. Wenn er aber weiß, dass sein Konkurrent diese Geschäfte macht und er nicht, dann wird er bald nichts mehr verkaufen. Kein Umsatz, oder wesentlich weniger, dann steht die Bank vor der Tür. Auch der Hersteller klopft an und will wissen, warum nichts mehr verkauft wird. Das Geschäft in der Werkstatt reicht nicht aus, um alle Kosten zu decken, geschweige den einen Gewinn zu machen. Er kann aber nicht ins billige Ausland ausweichen, also muss er Mitarbeiter freisetzen wie sein Hersteller. Nicht gut für den Standort. 

 

Die Autos sind so günstig wie nie zu haben. Das die Fahrzeuge vor 20 Jahren wesentlich günstiger waren stimmt nicht. Es hat sich sehr viel bei der Ausstattung und bei der aktiven und passiven Sicherheit getan. Die Hersteller waren sehr fleißig und erfolgreich in Forschung und Entwicklung. Vor allem auch im Verbrauch wurden große Fortschritte gemacht. Nehmen Sie einen vergleichbaren Motor aus heutiger Produktion und setzen Sie ihn in einen Golf 2. Dieser Golf galt damals mit 75 PS als sparsam, der Verbrauch lag bei ca. 8 Liter. Ich bin sicher, wenn ein Motor heutiger Technik in diese Karosserie verbaut wird, dann läuft dieses Auto mit ca. 4 Liter.

 

Also, wer profitiert von dieser Preisschlacht? Wie wir oben sehen können niemand. Schon gar nicht über einen längeren Zeitraum betrachtet.

 

Der Kunde verliert mehrmals, weil der Preis für seinen Wagen so schnell fällt, wie die Aktionen gestartet werden. Die Qualität der Fahrzeuge wird schlechter, was nicht nur zusätzliche Kosten mit sich bringt, sondern auch viel Ärger verursacht. Die Ersparnis am Anfang dreht sich ins Gegenteil. Eine längere Haltedauer bringt auch nichts, weil sich dann die Reparaturkosten häufen.

 

Die Hersteller gehören auch zu den Verlierern, weil die angestrebten Ziele, mehr Absatz, nicht erreicht werden. Es mag sein, dass sich kurzfristige Erfolge abzeichnen, aber über einen längeren Zeitraum betrachtet gleicht sich das alles wieder aus. Die nächste teure Aktion ist fällig. Die Abstände müssen immer kürzer werden.

 

Die Händler profitieren auch nicht, weil sie es immer schwerer haben sich am Markt zu behaupten. Sie setzen den Aktionen der Hersteller noch eins drauf und verlieren nur noch mehr in der Hoffnung, dass sich alles einmal zum Guten wendet. Durch finanzielle Schwierigkeiten scheiden immer mehr Anbieter aus diesem Segment aus. Die Anbieter werden weniger und das nicht zum Vorteil der Kunden. Mit der Zeit werden die Preise steigen, ohne dass sich die Qualität oder der Service verbessert. Wer gewinnt dann?

 

Diese Preisaktionen sind kontraproduktiv, sie bringen nichts. Immer nur billig und billig zerstört die schönsten Produkte. Wenn der Autofahrer tatsächlich nur auf den niedrigsten Preis aus wäre, dann wären die Premiumhersteller längst vom Markt verschwunden. Aber das ist nicht so. Die Anbieter der billigen Fahrzeuge haben die größten Probleme sich am Markt zu behaupten. Wenn das nicht so wäre, dann hätte längst einer dieser Anbieter die Marktführung übernommen. Darüber sollte man einmal nachdenken.

 

Aber der Kunde will doch diese Aktionen. Der Kunde nutzt nur die Möglichkeiten, die der Handel bietet. Es ist nicht unseriös zu versuchen, sich ein größeres Stück vom Rabattkuchen abzuschneiden. Die Profis sitzen auf der anderen Seite. Wenn denen nichts anderes als Rabatt einfällt, dann gibt es eben nur Erlösschmälerungen und keine Erträge. 

 

In den achtziger Jahren gab es einen Witz, der die Situation sehr gut beschreibt: Drei Fahrer unterhalten sich über Ihre Fahrzeuge. Der Fahrer der S-Klasse sagt voll Stolz:“ Mein Wagen hat DM 120.000.- gekostet“. Der Fahrer des 7er BMW sagt: „Ich bezahlte DM 110.000.-“. Der Fahrer des Audi 200 kleinlaut: „Ich bekam 12% Rabatt“.

 

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie direkt von Hans Kirschenhofer, Unternehmensberater speziell für den Bereich Automobile.

 

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